Blindtext

Alida Seiler

Konzeption, Gestaltung und Vermarktung eines Independent-Magazins mit dem Titel „Blindtext“

Was ist Blindtext?:

Idee war es, ein visuelles Magazin entwickeln, welches kaum redaktionellen Text beinhaltet und versucht, die Geschichten über Bilder und die Gestalung zu erzählen. Statt Text wird Blindtext verwendet, mit dem gestalterisch experimentiert wurde. Der Blindtext im Magazin ist zum Einen Gestaltungselement, zum Anderen ist er Freiraum für die eigenen Gedanken des Lesers. Das Magazin „Blindtext“ trägt den Untertitel „Das Magazin für Nichtleser“, der Begriff „Nichtleser“ bezeichnet den visuell konsumierenden Leser des Magazins.
Die Themengebiete des Magazins werden in „Zeitgeist“, „Kunst & Design“ und „Mode“ unterteilt. Diese offenen Gebiete lassen eine Vielzahl von interessanten Geschichten zu.
In der ersten Ausgabe findet man den Beitrag „Facepark“, in dem dargestellt wird, wie es aussieht, wenn die digitalen Gewohnheiten von „Facebook“ draußen auf einer Wiese in Berlin umgesetzt werden. Weiter wird aufgrund der Atom-Debatte ein Interview von „Jürgen Großmann“ zu Blindtext. Eine Band, die ohne Texte musiziert wird den Lesern ans Herz gelegt und die Arbeiten des Künstlers „Nick Gentry“ präsentiert. Das Cover zeigt ein Bild aus einer weiteren Fotostrecke des Magazins, bei dem die Modelle über einen Overhead-Projektor mit Blindtext bestrahlt wurden.
Das Magazin umfasst zwischen 100 und 120 Seiten und erscheint alle 2 Monate zu einem Copypreis von 7,50 €. Im Magazin wer- den externe Anzeigen geschaltet, ebenso auf dem Weblog, um einen Teil der anfallenden Kosten zu decken.
Zielgruppe sind junge, kreative und experimentierfreudige, neugierige Menschen zwischen 20 und 30 Jahren. Häufig kommen sie aus kreativen Berufen und und haben Spaß an ungewöhnlichen Magazinstrecken und Bildern. Nicht jeder in der Zielgruppe weiß darüber Bescheid, was „Blindtext“ ist, daher wird parallel zur Einführung diese Definition ebenso kommuniziert.
Da das Magazin ein Special-Interest-Produkt ist, wird auch die Kommunikation nicht darauf ausgelegt, den Mainstream zu bedienen. Schwerpunkt der Kommunikation ist der Online-Bereich, gepaart mit dem Einsatz von Ambient-Media. Erst nachdem die Zeit gegeben wurde, ein emotionales Image aufzubauen, werden kommerziellere Maßnahmen eingesetzt.