|
|
In meiner Diplomarbeit gestaltete ich das Corporate Design und die Kommunikationsmaßnahmen für eine in Deutschland ansässige Menschenrechtsorganisation, die sich für die weltweite Abschaffung der Folter einsetzt. „Folter kann man nicht ausstellen, ja nicht einmal beschreiben, weil die Gefühlsqualität des Erlebnis sich prinzipiell der Mit-Teilung entzieht.“(Jean Amery, einst Insasse eines deutschen Konzentrationslagers) Trotzdem will ich mit der Ausstellung deutlich machen, dass die Folter eine der schlimmsten Formen von Menschenrechtsverletzungen ist und diese ein schreckliches Ausmaß angenommen hat, ohne dass wir es noch registrieren. 50 Jahre nach der Verabschiedung der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ ist Folter immer noch bedrückend aktuell. In zahlreichen Ländern stehen Folterungen nach wie vor auf der Tagesordnung. Die menschliche Folter zeigt brutale Gewalt des Staates gegenüber seinen Bürgern und zerstört Menschen körperlich und seelisch. Wenn mehr als die Hälfte der Deutschen Folter unter extremen Umständen (laut einer Forsa-Umfrage des Nachrichten- Magazins “stern”) erlauben will, wird daran deutlich, dass diese Mehrheit Menschenrechte nicht als etwas begreift, das ihnen ganz persönlich zusteht.
Schauen Sie nicht weg!
|