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Jessy ist ein fünfjähriges Mädchen, das für den Mond schwärmt. “Wie gerne wäre ich nur einmal auf dem Mond,” seuftze sie immer. In dieser Nacht war Jessy sehr müde und kuschelte sich in ihr Bett.
Zur gleichen Zeit ging Herr Mond, der Bewohner des Mondes, seiner Lieblingsbeschäftigung nach. Er spielte Golf. Er schlug gerade seinen Lieblingsgolfball ab, als er merkte, dass dieser Ball in Richtung Erde flog. Der Ball krachte durch Jessys Fensterscheibe und landete auf ihrem Bett. Erschreckt knuddelte sich Jessy in ihre Bettdecke und drückte ihren weißen Stoffhasen Kasimir fest an sich. Niemand außer ihr schien wach geworden zu sein. Herr Mond sprang sofort in sein fliegendes Caddy und raste zur Erde.
Als er an Jessy Fenster ankam sah sie ihm erwartungsvoll entgegen, den Golfball in ihrer kleinen Hand. “Gibst du mir bitte meinen Ball wieder?”, fragte Herr Mond unsicher, nachdem er sich vorgestellt hatte. Jessy konnte es nicht fassen und starrte ihn mit offenen Mund und weit aufgerissenen Augen an. Sie überlegte kurz. “Ich gebe dir deinen Ball wieder. Unter einer Bedingung, wenn ich mit dir auf den Mond kommen darf,” sagte Jessy streng. Etwas überrumpelt willigte Herr Mond ein. Er hob Jessy durch das Loch in der Fensterscheibe in seinen Caddy. Er bemerkte ihren sorgenvollen Blick, als sie all diese Scherben sah, die der Balleinschlag verursacht hatte. Schlimmer noch, was war mit dem riesigen Loch in ihrem Fenster? “Mach dir keine Sorgen,” ,beruhigte sie Herr Mond, “ich regele das schon. Deine Eltern werden nichts merken, vertrau mir.” “Ehrenwort?”, fragte Jessy “Ehrenwort.” ,versicherte Herr Mond.
Mit einem leisen Gluckern setzte sich das Caddy in Bewegung. Herr Mond und Jessy flogen durch die kühle Nachtluft, den Sternen entgegen, auf ihrer Reise zum Mond. Jessy kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Weiten des Alls umschlossen sie, der Mond konnte nicht mehr weit entfernt sein.
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