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Bei der Wahl dieses Diplomthemas wurde darauf Wert gelegt, daß die Thematik aktuell und zukunftsorientiert ist. Das zur Zeit sehr vielschichtig und konträr diskutierte Thema „Genmanipulation und Nahrungsmittel“ wurde deshalb in dieser Diplomarbeit aufgegriffen. Dieses Thema ist für die Zukunft unserer Gesellschaft von existentieller Bedeutung und reicht in die verschiedensten Bereiche des Lebens, der Politik und der Wirtschaft hinein. Als Auftraggeber, für die hier exemplarisch für den Standort Deutschland entwickelte Kampagne, wurde die fiktive Stiftung „nongen-food“ angenommen. Die Stiftung hat sich aufgrund ihrer Satzung vorgenommen, speziell zu der Thematik „Gentechnik und Nahrungsmittel“ Aufklärungsarbeit zu leisten. Das gesamte Konzept muß den Leitlinien dieser Stiftung entsprechen. Die hier entwickelte Kampagne soll sowohl die Nahrungsmittelhersteller und -vertreiber, als auch die Konsumenten gezielt ansprechen und auf die Problematik der gentechnischen Veränderung von Saatgut und Lebensmittelzusatzstoffen aufmerksam machen. Sie erklärt die Problematik von gentechnischen Veränderungen und fordert durch diese Kampagne zur Teilnahme an einem Konzept zur Lösung des Problems auf. Die verschiedenen Gruppierungen, die durch die Kampagne angesprochen werden sollen, haben unterschiedliche Interessen, Ansichten und Ambitionen, wenn es um das Thema „Gentechnik und Nahrungsmittel“ geht. Grob kann man unterscheiden in eine Gruppierung der absolut Fortschrittsgläubigen und eine eher kritische Gruppierung der Zögerlichen, Bedenklichen und Intellektuellen. Zu der ersteren Gruppierung zählen alle die, bei denen das wirtschaftliche Interesse im Vordergrund steht. Hierzu zählen die Nahrungsmittel-Erzeuger und –Vertreiber, denen es in der Regel nur um bessere Erträge sowohl in Menge pro Pflanze oder angebautem Hektar Land, aber auch um reduzierte Kosten, sprich Pflegemaßnahmen geht, durch Pflanzen, die z.B. nicht mehr durch bestimmte Insekten befallen werden oder die den Widrigkeiten des Klimas besser widerstehen können. Das wirtschaftliche Interesse des Konsumenten liegt in der Regel so, daß er für die selbe Menge des bisher konsumierten Gutes weniger bezahlen muß als vorher. Die zweite Gruppierung macht sich hauptsächlich Gedanken über die Auswirkungen, die diese ganzen Veränderungen für sie persönlich hat. Bei der eher kritischen Gruppierung ist die Verunsicherung sehr groß. Sie fühlt sich unzureichend informiert und übergangen. Beide Gruppierungen setzen sich aus Nahrungsmittel-Erzeuger und -Vertreiber und Konsumenten zusammen. Dementsprechend ist diese Kampagne notwendigerweise so gestaltet, daß sie beide Seiten gezielt anspricht, informiert und für die Ziele von „non-gen-food“ gewinnt. Eine Studie des EMNID Instituts hat ergeben, daß sich ca. 90% aller Konsumenten eine eindeutige Kennzeichnung von nicht genmanipulierten Nahrungsmitteln wünscht. Um diesem Informationswunsch der Konsumenten nachzukommen, wurde ein spezielles „non-gen-food“ -Kennzeichen entwickelt. Dieses wird innerhalb der Kampagne publiziert und von den Nahrungsmittelherstellern und –vertreibern, die sich an der Aktion der Stiftung beteiligen wollen (und nachweislich Produkte ohne GVO-Bestandteilen im Sortiment haben), an den entsprechenden Lebensmitteln angebracht. Das Ziel ist es, eine eindeutige und gut sichtbare Kennzeichnung von Nahrungsmitteln, die entsprechend der EU-Richtlinien ausschließlich Bestandteile von genetisch unveränderten Organismen enthalten, zu schaffen und zu etablieren. Da eine gut sichtbare Kennzeichnung, in Form eines eindeutigen Symbols, bisher durch die Lobby der Befürworter der genmanipulierten Lebensmittel verhindert worden ist, soll hiermit der Weg zu einer eindeutigen Kennzeichnung eingeschlagen werden.
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