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Studierende der RSAK bei ihrem Referat über die politische Propaganda des SED-Blattes "Neues Deutschland" der DDR.
Studiendirektor Heymann in seiner politischen Runde.
In der Schweiz hatte die Emanzipation der Frau einen besonders harten Weg. So sahen die Plakate gegen die "Suffragetten" äußerst polemisch aus.
Die Geschichte liefert reichhaltig Beispiele der propagandistischen Artikulation. Diese gilt es zu erkennen und politisch einzuordnen.

Studienfach "Politik / Sozialwissenschaften / Medien"

Wie artikulieren sich gesellschaftliche Inhalte, Bedürfnisse, Handlungen, Konzepte, Auswertungen, Strukturen in der Öffentlichkeit? Wie und mit welchen Mitteln wird der Einzelne, die Gruppe, ein Volk erreicht? Wie stark ist die Beeinflussung?
Gegenstand des Faches ist das Verständnis, die Analyse und Anwendung, wichtiger politischer, sozialer, ökonomischer und ökologischer Strukturen und Prozesse. Ein Hauptaspekt ist die Analyse der Mechanismen sozialer und politischer Kommunikation und Wirkungen von Informationen und Beeinflussung der Vergangenheit, der Gegenwart und Zukunft. Das Fach ist Bestandteil des theoretischen Fächerangebotes an der RSAK. Kommunikation und Design lassen sich nicht unabhängig vom gesellschaftlichen Hintergrund betrachten. Immer steht der Adressat "Mensch" mit seinen Wertorientierungen und sozialen Beziehungen im Mittelpunkt kommunikativer Interessen.

Werbung, Information, Lehre, Forschung und Information sind ohne sozialwissenschaftliche Kriterien und Ansätze uneffizient. Priorität hat bei Kommunikationsstrategien immer die Frage nach der "Zielgruppe": Mit wem möchte ich mit welchen Mitteln kommunizieren warum und wofür? Welche Wertvorstellungen und Handlungsorientierungen haben die Menschen, die ich erreichen möchte? Das ist nicht nur eine Frage der Kommunikationspsychologie. Das Fach vermittelt daher zentrale sozialwissenschaftliche Begriffe, Denkansätze und Handlungen. Wichtig ist die Auseinandersetzung mit aktuellen Studien zur Alltagskultur verschiedener sozialer Gruppen.

Dieses Wissen lässt sich unmittelbar für die gestalterische Praxis und die Entwicklung von Kommunikationskonzepten nutzen. Eingedenk des großen Einflusses, den Kommunikationsarbeiter über die Medien haben, ist eine besondere Sorgfaltspflicht und ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein erforderlich. Es gibt Mittel und Wege der „guten“ und „bösen“ Beeinflussung, wie immer man "gut" und "böse" definiert. Diese Definition wird in der Regel von den aktuellen gesellschaftlichen Strukturen ihrer jeweiligen Zeit bestimmt. Eine Demokratie hat zum Beispiel andere Inhalte, Wertvorstellungen und Kommunikationsmechanismen als eine Diktatur, Oligarchie oder Monarchie. Das missglückte Attentat auf Adolf Hitler wurde z.B. in besagter Zeit als "böse, heimtückisch und verbrecherisch" bezeichnet und mit der Todesstrafe geahndet. Aus heutiger demokratischer Sicht wird der versuchte Tyrannenmord als Heldentat angesehen. Dabei ist immer die allgemeine zeit- und gesellschaftsorientierte Geisteshaltung und Lebensgewohnheit und nicht nur das Diktat eines Potentaten relevant, damit aber auch die gesamte Kommunikation und deren Medienmöglichkeiten.

Gesellschaftliche Strömungen zu erfinden, forcieren, erhalten und zu antizipieren bedient sich selten rationaler Argumente, sondern gefühlsbetonter Beeinflussung. Leider werden hier zumeist die Künste aller Art vor den Karren gespannt und das nicht nur in der großen Politik. Wo immer Menschen Gemeinsames finden, z.W. Religionen, Weltanschauungen usw. beginnt Politik und Beeinflussung. Daher sollte sich insbesondere der Kommunikations-Designer seiner politischen und gesellschaftlichen Verantwortung innerhalb unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung bewusst sein.

(Detaillierte Curricula in der RSAK-Studienordnung) 


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